Das nenne ich ein journalistisches Glanzstück!

Bin kürzlich auf eine Buchrezension in der SÜDWEST PRESSE gest0ßen, die mich sehr beeindruckt hat. Matthias Hoenig von der dpa hat darin über das voraussichtlich letzte Buch von Günter Grass geschrieben. Und wie! Das nenne ich ein journalistisches Glanzstück! Hoffentlich kriege ich sowas irgendwann auch einmal hin. Der Beitrag zum Nachlesen unter: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/kultur/art4308,598465

Michael, was meinst du als unser Feuilleton-Experte dazu?

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Mintgrüne Panther schweben über Cottbus

Der massive Kran schwenkt seinen Arm, ein Ruck geht durch die Eisenketten. Sie heben zwei mintgrüne Panther an. Stolz schweben die Raubkatzen in den grauen Himmel hinein – zurück auf das Dach des Cottbuser Staatstheaters.

Als Pressevertreterin hatte ich am gestrigen Dienstag bei diesem Termin Gelegenheit, Cottbus vom Dach des Theaters aus anzuschauen. Viele Perspektiven auf das Leben in der Region ergeben sich nur durch meinen Beruf als Journalistin. Ein riesen Pluspunkt für diesen Job.

Gestern konnte ich außerdem die Kollegen aus der Onlineabteilung unterstützen, weil spontan ein Interview mit dem Technischen Direktor des Staatstheaters gefragt war. So stand ich kurz auch mal vor der Kamera.

Click it, scroll down, watch out:

http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Restaurierte-Panther-wachen-wieder-ueber-Cottbus;art1049,3019158

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Volo-Kahnfahrt durch den Spreewald

Hier nur schnell drei Fotos für die Kollegen, die letztens im Spreewald nicht mit an Bord waren.

Den Proviant hatte übrigens der nette ”Westbesuch” eingeschleust!

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Heute auf der Karte: Homo sapiens!

Als ich kürzlich im Radio hörte, dass in Berlin ein Restaurant eröffnen soll, das Menschenfleisch auf der Karte hat, habe ich das zunächst für einen schlechten Scherz gehalten. Doch wenig später lief im Radio ein Interview mit dem Pressesprecher des Restaurants. Wenn man gerade Auto fährt und sowas mitverfolgt, kann einem ganz schön übel werden. Das muss man sich mal vorstellen: Der Pressesprecher meinte tatsächlich, dass das Fleisch unter anderem von Menschen komme, die freiwillig ein Körperteil abzugeben haben. Also so ganz nach dem Motto: Wenn Sie nichts mit ihrem Arm oder Bein anzufangen wissen – wir machen etwas daraus! Das Kuriose an der Geschichte ist jedoch, dass es in Deutschland nicht verboten ist, Menschenfleisch zu verzehren. So wurde der Kannibale von Rothenburg ja damals auch nicht wegen Kannibalismus verurteilt, sondern wegen Mordes. Merkwürdiges Rechtssystem. Naja, aber vielleicht handelt es sich ja bei dieser Meldung auch nur um einen sehr ausgeklügelten PR-Gag. Aber eines steht jetzt schon fest: Mit der Eröffnung eines solchen Restaurants ist diesem die Aufmerksamkeit sicher.

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Auf Stippvisite in Münchhausen

Gestern war ich für ein Ortsportrait in Münchhausen unterwegs. Doch wer jetzt denkt, der Name hat etwas mit dem berühmten Baron von Münchhausen zu tun, der irrt sich. Jedenfalls steht davon nichts in der dicken Ortschronik geschrieben, die ich gestern ausgehändigt bekam. Auf der Suche nach den spannenden Geschichten im Ort stellt man immer wieder fest, dass der Zusammenhalt eines Dorfes mit etwas mehr als 300 Einwohnern sehr groß ist. Hier kennt jeder jeden und hier hilft man sich gegenseitig aus. Da ich in einer größeren Stadt aufgewachsen bin, kenne ich dieses Gefühl nicht. In der Stadt lebt man anonymer. Ganz anders in Münchhausen. Spontan wurde ich zu einer Geburtstagsfeier eingeladen, wo ich bei gutem Essen Anekdoten aus dem Dorfleben zu hören bekam. Und ich hoffe ja, dass diese annähernd stimmen, denn bei diesem Ortsnamen muss man wohl doch etwas auf der Hut sein ;-) .

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Politiker unter der Rotlichtlampe

In Weißwasser geht es momentan heiß her. Überall prangern Plakate an Pfeilern, Zäunen und Straßenlaternen. Natürlich keine gewöhnlichen, wie sie vor Konzerten & Co. aufgehangen werden. Nein, die Stadt steckt mitten im Oberbürgermeister-Wahlkampf. Insgesamt sechs Kandidaten treten gegeneinander an und natürlich findet jeder, dass er der Richtige für den Job ist. Das konnten Sie auch kürzlich live beim OB-Forum in den Stadtwerken WSW unter Beweis stellen. In Kooperation mit Radio WSW hat die LR die Fragestunden geleitet. Dabei mussten sich die Kandidaten auch den kritischen Blicken und Fragen vieler Bürger stellen, die am Forum teilgenommen haben. Während eine Kollegin alle Gespräche mitgeschrieben hat, habe ich mich als Paparazza “unters Volk” gemischt. Dabei bekam ich mich allerdings immer mit den Kameraleuten von Radio WSW in die Haare. Drei Kameras haben sie für die Live-Übertragung im lokalen Fernsehen aufgestellt (zur Info: Radio WSW betreibt sowohl den örtlichen Radio-, als auch Fernsehensender). Zwei Kameraleute filmten seitlich auf die Kandidaten, ein weiterer platzierte sich zentral auf ein Podest im hinteren Raum. Klar, dass ich auch von dieser Mitte ein paar gute Schnappschüsse aufs Publikum und die OB-Kandidaten haben wollte. Aber dem mittleren Kameramann hat das gar nicht gepasst. Böse Blicke und schimpfende Bemerkungen dürfte ich kassieren. Nach ein paar Fotos habe ich ihn vorerst in Ruhe gelassen. Immerhin wirkte er mit seinem purpurrot-angelaufenden zornigen Gesicht trotz allem schon etwas betagter. Da wollte ich keinen Herzinfarkt wegen überhöhtem Blutdruck provozieren.

Dem Objektiv entgeht nichts. (Foto: M. Sonnenbrodt)

Dem Objektiv entgeht nichts. (Foto: M. Sonnenbrodt)

Man beachte den besagten Übeltäter links hinten (Foto: M. Sonnenbrodt)

Man beachte den besagten Übeltäter links hinten (Foto: M. Sonnenbrodt)

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Sanft hineingeschliddert

Der erste Arbeitstag nach zwei Wochen Urlaub war wie eine lauwarme Dusche. Während ich als Reporter für Alles (Bei Anruf Reporter) das Telefon hütete, musste ich nur knapp 1000 Mails löschen. Auch die Leser waren gnädig, nur nette Telefonate. Sogar eine gute Geschichte war dabei. Die fleißigen Kollegen füllten die Zeitung, während ich mich sortieren durfte. Heute bin ich sanft in den Arbeitsalltag hineingeschliddert. Und morgen geht es richtig rund.

Der heutige Tag musste auch einfach gut werden, schließlich hat die beste singende Herrentorte heute Geburtstag.

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Der (fast) Längste aller Zeiten

Langsam wird es Zeit meinen Schreibtisch zu räumen, den Kino-Sitz hochzuklappen und die leeren Bierflaschen an die Theke zu bringen. Mein Praktikum beim Tagesspiegel geht zu Ende.

In der Tagesspiegel-Kantine wird bereits zur Mittagszeit immer ordentlich gebechert. Foto: PR/Rockstar Games

Als letzte Amtshandlung habe ich es deshalb nochmals richtig krachen lassen. Nach drei Tagen Recherche und zwei Tagen Schreiben war er endlich fertig: Der mit 193 Zeilen zweitlängste Artikel, den ich jemals geschrieben habe (den längsten – 480 Zeilen! – gibt es hier).

Dass der Artikel dann auch noch der Aufmacher auf der Aufschlagseite des Kultur-Teils wurde, war schließlich nicht mehr zu toppen. Herr Schirrmacher, meine Bewerbung ist schon unterwegs zu ihnen!

Wovon ich überhaupt rede, was Computerspiele mit Kunst zu tun haben und wer der grimmig dreinschauende Mann auf dem Foto ist, könnt ihr hier lesen.

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Fanpost erhalten!

Tage, an denen man positive Rückmeldung von Lesern – quasi “Fanpost” – erhält,  sind selten. Kürzlich jedoch war so einer. Ich hatte eine Buchrezension geschrieben, worauf mir der Autor folgendes schrieb:

Liebes Fräulein Sonnenbrodt,
Ihr Artikelchen hat inzwischen nicht nur mir große Freude gemacht. Ich schicke Ihnen mal zwei E-Mail-Kommentare.
1. Dr. Ernst-Jürgen Dreyer: “Die Rezension ist ausgezeichnet; die Dame hat gut gelesen und ihren Eindruck (…) treffend beschrieben. Ich gratuliere!”
2. Armin Hauer, Kunstwissenschaftler in der Galerie Junge Kunst Ff/O:
“… ja, es gibt noch gute Seiten auf der Welt bzw. in der Lokalpresse. Gratulation!!!”
Herzlich dankt und grüßt Ihr
Bernd-Ingo Friedrich

Ist doch niedlich, oder?! Die Rezension findet Ihr unter http://www.lr-online.de/regionen/weisswasser/Heitere-Leidensgeschichten;art13826,3004353 .

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65 Jahre Ehe – wie geht das?

Wie hält man es aus, mit einem Menschen 65 Jahre verheiratet zu sein? Um dieser Frage nachzugehen, war ich neulich bei einem Ehepaar zu Gast, die das seltene Fest der “Eisernen Hochzeit” feierten. Die beiden waren trotz altersbedingter Beschwerden noch gut drauf – und das mit 85 Jahren. Besonders amüsant war es zu beobachten, dass die beiden sich, gerade was Jahreszahlen anging, nicht immer so ganz einig waren. Doch meistens gab sie ihm Recht und er war zufrieden. Als der Ehemann die Geschichte ihres Kennenlernens erzählte, war ich fasziniert. Ich liebe es, solche Geschichten zu hören. Es war ein Schaukasten-Foto bei einem Fotografen, mit dem die Liebe der beiden 1944 begann. Er sah die Fotografie der jungen Frau und wollte sie unbedingt kennenlernen. Also stellte er Nachforschungen an. 1945 heirateten sie. Auch an die Details ihrer Hochzeit erinnerten sich die beiden noch genau: ein Pfarrer mit feuchter Aussprache, ein Unterrock, der sich auf dem Weg zur Kirche vom Kleid der Braut löste und Kuchen als Hochzeitsessen. Solche Anekdoten sollten doch auch nicht vergessen werden, oder? Doch was ist das Geheimnis für eine so lange Ehe? Wie der Ehemann mir verriet, hilft ab und an ein Streit. Das belebe die Liebe. Und plötzlich fragte sie mich: “Junge Frau, sind Sie denn schon in festen Händen? Wir haben da nämlich noch einen Enkel, den wir noch zu vergeben haben.” Dafür erntete sie ein missbilligendes Kopfschütteln ihres Mannes und die Worte: “Versuchst du etwa schon wieder, jemanden zu verkuppeln?” Doch auch nach dieser kleinen Meinungsverschiedenheit kehrte schnell wieder der Frieden ein.

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