Quick und vor allem dirty – Die Zweite

Entschuldigen Sie, es müsste jetzt ganz schnell gehen.

Entschuldigen Sie, es müsste jetzt ganz schnell gehen.

Ein Nachtrag zum Artikel von Kollegin Anna – Ein kurzer Blick in die Realität des Crossmedia-Volos:

Auf Termin, es regnet, die Finger sind klamm. Wo ist der Stift? Mist, jetzt liegt der Block im Dreck. Uhhhhh, die Kamera, entschuldigen Sie bitte, könnten sie mal kurz halten? Danke. So, jetzt müssten wir nochmal da rüber, da ist das Licht besser. Ach Mensch, jetzt werden Sie ja ganz nass. Das tut mir leid. Aber muss halt. Haaalt, nochmal, da war jetzt der Ton ganz schlecht. Sorry. Ach Moment, ich müsste mal die Speicherkarte wechseln. Wo ist die denn? Ach, in der Tasche, könnten Sie mir die kurz rüberreichen? Vielen Dank, sehr freundlich. Nein, nein, Ihre Haare sind völlig in Ordnung, sieht super aus. Moment, ich müsste mir mal kurz was notiern. Och nö, jetzt streikt der Stift, könnten Sie mir Ihren kurz leihen. Ob das noch lange dauert? Nein, nein, gleich haben wir es geschafft.

 

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“Organisation ist alles!”

Hören kann ich es bald nicht mehr. Und lesen möchte ich es auch nicht mehr. “Organisation ist alles”, diese Worte fliegen momentan in meinem Kopf herum. Es ist schon erstaunlich und lehrreich, wie wir Journalisten mit einem eng gestrickten Terminplan zurecht kommen. Während meine Volo-Kollegin zur Zeit als Crossmedia-Journalistin mit dem möglichst gleichzeitigem Schreiben, Fotografieren und Drehen beschäftigt ist, plane ich momentan neben der Arbeit am Desk meine nächste Dienstreise nach Brüssel, meine kommende Seminarreise nach Leipzig und versuche mich an der Recherche und am Schreiben weiterer Artikel. Aber wie gesagt: “Organisation ist alles!”

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Quick and dirty

3 - 2 - 1 - keins (was geworden)?

Seit Kurzem sind einige der LR-Volos beim nächsten “Vorzeigeprojekt” dabei: Wir sind jetzt Crossmedia-Journalisten. Das heißt: Wir schreiben und fotografieren nicht nur für die Printausgabe. Wir legen außerdem Bildergalerien für unsere Internetseite an und führen Regie bei kurzen Videos, die unsere Online-User ansprechen sollen. Wo ehemals professionelle Fotografen, Kameramänner oder -frauen zuständig waren, gibt es jetzt – uns.

Horst Seidenfaden, Chefredakteur der “Hessisch Niedersächsischen Allgemeine”, erklärt in einem NDR-Beitrag das Prinzip: “Es ist natürlich so, dass die Qualität, die wir auf unserer Website haben, nicht der entspricht, die man normalerweise für das Fernsehen braucht. Das geht schon nach dem Prinzip ‘quick and dirty’. Aber für 1:30 reicht es allemal.”

Auf den Punkt gebracht bedeutet das mindestens in Bezug auf die Videos: Quantität statt Qualität. Spaß macht Crossmedia trotzdem. Bleibt abzuwarten, wie die Leser die Produkte annehmen.

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Von Weißwasser nach Cottbus verschifft

Übrigens vom 31.Dezember 2011

Mein Übrigens vom 31. Dezember 2011 in der Lokalausgabe Weißwasser

Abschied nehmen war noch nie wirklich mein Ding. Zum Jahreswechsel stand mein erster Stationswechsel an. Das heißt konkret: Von der Lokalredaktion Weißwasser nach einem Jahr Abschied nehmen und auf nach Cottbus ins Haupthaus, erst einmal zum Desk.

Zum Abschied wollte ich mir etwas ganz Besonderes einfallen lassen und so brütete ich mehrere Stunden an einem “Übrigens”. Das Resultat vom 31.12.2011 seht ihr im Bild. Heute, 19 Tage später, bin ich mächtig stolz auf dieses kleine künstlerische Werk. Vor allem weil es sich zum Teil bewahrheitet hat.

Am Ende schrieb ich: “Es muss ja auch kein Abschied auf immer sein.” Und wie es der Zufall oder sonst da wer so will, sitze ich heute in Cottbus am Desk, beschäftige ich mich Tag für Tag vor allem mit der Weißwasseraner Lokalausgabe. Ich habe durch die Texte, die ich lese und redigiere, das Gefühl niemals weg gewesen zu sein aus Weißwasser. Ich habe zwar momentan keinen Kontakt zu Lesern oder Informanten aus der Glasmacherstadt, schreibe auch nicht mehr annähernd so viel wie zu Weißwasseraner Zeiten, dennoch bin ich glücklich. Und wenn die Zeit am Desk herum ist, werde ich sicherlich wieder einen schrecklichen Abschied nehmen müssen. Aber so ist das nun mal. Nach jedem Ende, kommt ein neuer Anfang. Und den genieße ich jetzt erst einmal am Desk.

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Der Dämon an der Hauswand

Vor genau fünf Jahren wurde Deutschland vom Jahrhundertsturm Kyrill heimgesucht. Besonders betroffen war Kahla, ein Ortsteil von Plessa im Elbe-Elster-Landkreis, zwischen Schwarzheide und Elsterwerda gelegen.

Nun gibt es Menschen, die erinnern sich noch heute minutiös an das Ereignis, die Schäden und an die Aufräumarbeiten nach der Verwüstung des 380-Seelen-Dorfes. Andere haben den Orkan fast vergessen. Lediglich die neu gedeckten Dächer lassen noch vermuten, mit welcher Wucht dieser Sturm gewütet hat. Und dann gibt es Anneliese Meyer. Ihr Weg des Vergessens ist erstaunlich: Sie ließ sich Kyrill in bildlicher Gestalt eines Dämons auf ihre Häuserwand malen. Damit ihr Heim von einer solchen Naturgewalt zukünftig verschont bleibt, wie sie mir während meiner Vor-Ort-Reportage verriet. Einen solchen Orkan hat es glücklicherweise bis heute nicht mehr gegeben. Und auch nicht den unheilverkündenden Wetterfrosch von damals im Ersten Deutschen Fernsehen. Zumindest nicht in dieser Funktion.  

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Wie Kaffeehausliteraten

s duftet nach frisch gemahlenen Kaffeebohnen, Kinder huschen am gemütlichen Ledergestühl entlang und ein Pärchen bestellt sich ein Stück Sahnetorte. Doch in der Szenerie dieses Hoyerswerdaer Cafés fehlt noch etwas. In der hinteren Ecke der „Choco Lounge“ sitzen zwei Redakteure der RUNDSCHAU. Und ein Volontär; ich. Wenn das Arbeiten vom Geräuschpegel hier auch nicht unbeeinflusst bleibt, so ist es doch höchst spannend. Und es weckt Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit. Eine Zeit in der sich Literaten, wie Arthur Schnitzler oder Hugo von Hofmannsthal, in gemütlichen Kaffeehäusern trafen, um dort ihrem Café Griensteidl (1896)kreativen Tagesgeschäft nachzugehen. Im Unterschied zu damals wird die Zeitung heute im Café auch gemacht und nicht nur gelesen. Und natürlich hat sich die technische Ausstattung seit der Jahrhundertwende nicht unwesentlich verändert. Schließlich wird die LR-Ausgabe für Hoyerswerda seit diesem Jahr von der Choco Lounge aus mit bestritten. Na dann – „Einen Cappuccino, bitte.“

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Die besten Rammler des Landes

Wie Rüdiger es so schön in seiner Blattkritik formulierte, habe ich den Grundsatz eingehalten, wenigstens einmal in der Ausbildungsphase einen Kaninchenzüchterverein unter die Lupe zu nehmen. Und das sogar bei der 18. Landesrammlerschau Berlin-Brandenburg in Kerkwitz. Heute durfte ich mir die 409 kuscheligen Langohren genauer anschauen. Mein Favorit guckt euch mit seinen schwarzen Knopfaugen rechts aus dem Käfig an. Ein kleiner Tipp für meine Volo-Kollegen, die den Besuch einer Kaninchenschau noch vor sich haben: Geht nicht zu nah an den Käfigen lang, denn sonst kommt ihr dort nicht mehr trocken heraus!

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Gemeinheiten zum 30.

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Highlights 2011

Besuch in Lübben

 

 

 

 

 

 

Ja genau, richtig gesehen: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck besuchte die Redaktion in Lübben. Eine halbe Stunde löcherte meine Volobetreuerin den Politiker.  (Der übrigens an dem “Volo-Arbeitsplatz” sitzt.) Anfang Dezember war das. Neben dem Besuch von Tim Mälzer, der Begegnung mit jeder Menge spannender Persönlichkeiten, einigen Ausflügen nach Kiel, eines meiner persönlichen Höhepunkte 2011.

Allen Lesern an dieser Stelle ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2012!

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Symbolbilder (3)

Es ist eines seiner ersten Kunstwerke gewesen. Vielleicht auch eines seiner bekanntesten. “Balloon Girl – There is always hope” wurde mittels Schablone schon an Dutzende Häuserwände gesprüht. Eine modifizierte Version wurde auch an die Mauer an der Westbank in Palästina aufgetragen. Das Banksy-Graffito “Balloon Girl” konnte 2007 bei Sotheby’s gar für 37,200 Pfund versteigert werden. Wahrscheinlich, weil das Bild eine Unbeschwertheit ausstrahlt, wie es sie wohl nur in früher Kindheit gibt. Die Nickis sind übrigens klasse.

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