Auftrag “Yps”

Wir brauchen noch ein “Yps”!

Einer der unbeliebtesten, in die Leere gerufenen Sätze in meiner Redaktion. Im Idealfall verschwinde ich wie unsichtbar hinter meinem riesigen alten Monitor, wenn dieser Satz mal wieder die Runde macht.

Das “Yps”, ein Einspalter mit der Überschrift “Übrigens”, gehört in der Regel zur ersten Seite unserer Lokalausgabe. So gern ich diese Glosse meist lese, so schwer fällt es mir, selber ein geeignetes Thema für sie zu finden. Mein schlaues gelbes “La Roche”- Buch (Einführung in den praktischen Journalismus) klärt dann auch auf:

Die Glosse ist eine der schwersten Darstellungsformen, gerade weil sie so leicht daherkommt. (…) Polemisch, ohne Zugeständnisse, ohne Einräumungen. Die Schwäche des Gegenstands genau erfassend. Nicht argumentierend, sondern bloßstellend, nicht abwägend, sondern hart, ironisch, witzig. Die Pointe muss überraschend, überzeugend, schlagend sein.

Heute wurde ich verdonnert – ein Yps ist Pflicht. Verdammte Axt. Schnelle Ideen erwünscht.

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