Heute auf der Karte: Homo sapiens!

Als ich kürzlich im Radio hörte, dass in Berlin ein Restaurant eröffnen soll, das Menschenfleisch auf der Karte hat, habe ich das zunächst für einen schlechten Scherz gehalten. Doch wenig später lief im Radio ein Interview mit dem Pressesprecher des Restaurants. Wenn man gerade Auto fährt und sowas mitverfolgt, kann einem ganz schön übel werden. Das muss man sich mal vorstellen: Der Pressesprecher meinte tatsächlich, dass das Fleisch unter anderem von Menschen komme, die freiwillig ein Körperteil abzugeben haben. Also so ganz nach dem Motto: Wenn Sie nichts mit ihrem Arm oder Bein anzufangen wissen – wir machen etwas daraus! Das Kuriose an der Geschichte ist jedoch, dass es in Deutschland nicht verboten ist, Menschenfleisch zu verzehren. So wurde der Kannibale von Rothenburg ja damals auch nicht wegen Kannibalismus verurteilt, sondern wegen Mordes. Merkwürdiges Rechtssystem. Naja, aber vielleicht handelt es sich ja bei dieser Meldung auch nur um einen sehr ausgeklügelten PR-Gag. Aber eines steht jetzt schon fest: Mit der Eröffnung eines solchen Restaurants ist diesem die Aufmerksamkeit sicher.

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5 Antworten auf Heute auf der Karte: Homo sapiens!

  1. Michael Schulz sagt:

    Menschenfleisch soll ja angeblich wie Hühnchen schmecken… Haben zumindest die Überlebenden dieses Absturzes behauptet: http://de.wikipedia.org/wiki/Uruguayan-Air-Force-Flug_571.

    Na ja, vielleicht mal probeweise am kleinen Finger nagen ;)

  2. anja sagt:

    Ich glaube auch, dass es sich hier nur um einen schlechten PR-Gag handelt. Zwar ist in Deutschland tatsächlich der Verzehr von Menschenfleisch nicht verboten, aber dennoch muss jedes Fleisch, dass zum Verzehr angeboten wird, von einem Veterinär- und Lebensmittelamt überprüft werden. Und ich glaube nicht, dass Menschenfleisch bei der Kontrolle durchkommt…

  3. Ich kann mir zumindest gut vorstellen, dass es genügend Leute gibt, die in sein wollen und diese neue “Delikatesse” bestellen. Gibt ja auch Eisbecher mit Blattgold verziert-zum mitessen. Dass mit dem Huhngeschmack habe ich auch gehört. Von daher: Wer garantiert dem “Gourmet”, dass das sündhaft teure Fleischstück tatsächlich vom Menschen stammt? Daher mein Vorschlag: Der Spender sollte sich das Stück Fleisch, im Sinne von Erlebnisgastronomie, direkt vor dem Gast aus den Rippen schneiden. Mal schauen, wem da nicht das “Gourmet-Dasein” vergeht.

  4. anja sagt:

    Das wird ja hier immer verrückter… direkt vor dem Gast aus den Rippen schneiden? Das wäre wirklich Erlebnisgastronomie *Lach* Aber dann müsste man zumindest mir einen Brech-Eimer nehmen den Tisch stellen…

  5. Heute kam des Rätsels Lösung rein. Da wird sich BB-Radio sicher ärgern, dass sie dieser Kampagne aufgesessen sind. Aber wie gesagt: Was ist unmöglich?

    Berlin (dpa/bb) Ein angebliches Menschenfleisch-Restaurant in Berlin hat sich als PR-Kampagne des Vegetarierbundes Deutschland entpuppt. Der Verein wollte damit auf die Eröffnung seines Hauptstadtbüros in Friedrichshain aufmerksam machen, sagte Geschäftsführer Sebastian Zösch am Donnerstag. In den vergangenen Wochen hatten Anzeigen und Videos im Internet für ein Restaurant geworben, das nach Chirurgen und Körperteil-Spendern suchte. „Den Vegetarierbund gibt es seit 1892, soviel Aufmerksamkeit hat es für uns noch nie gegeben“, so Zösch.
    Volker Nickel, Sprecher des Deutschen Werberats, verurteilte die Aktion. „Hier ist man über das Ziel hinausgeschossen“, sagte er. Auch für den vermeintlich guten Zweck sei nicht jedes Mittel recht. Die Senatsverwaltung für Gesundheit hatte von vorneherein bezweifelt, dass das Restaurant namens „Flime“ tatsächlich öffnen würde und einen schlechten Scherz vermutet.
    # dpa-Notizblock

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