Das nenne ich ein journalistisches Glanzstück!

Bin kürzlich auf eine Buchrezension in der SÜDWEST PRESSE gest0ßen, die mich sehr beeindruckt hat. Matthias Hoenig von der dpa hat darin über das voraussichtlich letzte Buch von Günter Grass geschrieben. Und wie! Das nenne ich ein journalistisches Glanzstück! Hoffentlich kriege ich sowas irgendwann auch einmal hin. Der Beitrag zum Nachlesen unter: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/kultur/art4308,598465

Michael, was meinst du als unser Feuilleton-Experte dazu?

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5 Antworten auf Das nenne ich ein journalistisches Glanzstück!

  1. Ich finde den Text sehr informativ, aber wenig spannend geschrieben. Sätze wie “Die Konzeption des Buches ist anspruchsvoll gewirkt” sind mir zu steif. Könnte insgesamt lebendiger geschrieben sein-gerade bei der Textlänge.

  2. Michael Schulz sagt:

    Über Günter Grass hat die “Titanic” einst geschrieben, der eigentliche Skandal an ihm sei nicht, dass er einst in der SS war, sondern sein wilhelminisches Deutsch, in dem er schreibe. Nun ja, aber ich soll ja auch nicht Grass, sondern Hoenig “rezensieren”.

    Und der Feuilletonist eures Vertrauens muss sagen, ja, der “dpa”-Schreiber macht seine Sache gut (und dafür sind sie ja nicht gerade berühmt). Bis auf den einen komischen Satz, den Mathias herausgegriffen hat, kann ich nichts Schlechtes finden. Und was heißt hier zu lang, Mathias! In der SZ wäre das ein Einspalter!

  3. Da drängt sich doch die Frage auf, was wilhelminisches Deutsch sein soll. Ich vermute mal es geht um Wilhelm I und Wilhelm II. Hat die “Titanic” da Beispiele, dass Grass so schreibt, wie die beiden Kaiser gesprochen haben und wenn ja, worin genau soll da der Skandal liegen?

    P.S. Zu deiner Rezension Michael: “Kann nichts Schlechtes finden” würde ich salopp mit “reißt mich auch nicht vom Hocker” übersetzen. Aber das Prädikat “gut” hätte ich auch verliehen. “Journalistisches Glanzstück” ist mir dann doch etwas zu fett Melanie. Hängt aber sicher vom Leseverhalten eines jedes Einzelnen ab. Von daher will ich mich auch gar nicht vor den Glanz, den du gesehen hast, stellen, um Schatten darauf zu werfen. Wir könnten ja das literarische Quartett wiederbeleben?:)
    Dass der Text zu lang ist, habe ich nicht geschrieben. Wollte nur zaghaft andeuten, dass wenn der Leser einen Text in dieser Länge bis zum Schluss lesen soll, dieser auch einen Spannungsbogen haben sollte.

  4. AnnaMH sagt:

    Ein Glanzstück sehe auch ich nicht in dieser Rezension. Nur in zwei Passagen blitzt für meinen subjektiven Geschmack ein Quentchen feinfühligen Textverständnisses auf.

    Mich beeindruckt zum einen Gras’ Zitat: “Das Kriegsende befreite mich von dem beschworenen blinden Gehorsam, ohne daß ich sogleich sehend wurde und begriff, welches Ausmaß an Verbrechen ein Eid, gesprochen in einer Frostnacht, bemänteln kann. Nie wieder würde ich einen Eid sprechen.” Das Zitat allerdings musste der Autor der Rezension lediglich in den Text kopieren – wenn auch immerhin überhaupt auswählen.

    Gen Ende der Rezension gefällt mir auch dieser Abschnitt:
    “Nichts ist fertig” – “Nichts wird fertig”, antworten Jacob und Wilhelm und machen so den nie enden wollenden Schöpfungsprozess von Sprache und Wörtern deutlich.

    Das ist ein Gedanke, der mich anspricht, der möglicherweise eine Quintessenz der Grimmschen Werke ist.

    Ich will die Mühe an der Wahrung der Übersicht bei einer solchen Rezension nicht schmälern. Ein Glanzstück müsste mich im Großen und Ganzen aber schon etwas mehr beeindrucken.

  5. Melanie Sonnenbrodt sagt:

    Hey Mathias, hey Michael,

    wie ich sehe, scheiden sich die Geister an meiner hoch gelobten Rezension. Nun ja, ich gebe zu, ich habe mich wohl vom Duktus des Rezensenten anstecken lassen, als ich meinen Blog schrieb. Dennoch halte ich sie nach wie vor für sehr gelungen. Die Einordnung ins Gesamtwerk hat mir gefallen. Dazu die Verdichtung der Informationen und die formale Analyse. Außerdem finde ich “Vergegenkunft” zur Beschreibung des Grassschen Schreibstils interessant. Müsste man nur noch Zeit haben, um den Schinken selbst zu lesen.

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