Vom treuesten Leser verlassen

Heute hat uns unser treuester Leser verlassen. Jeden Mittwochnachmittag kam Hans Kubach (62) gut gelaunt in die Redaktion, um ehrenamtlich unsere Seiten Korrektur zu lesen, bevor sie in den Druck gingen. Dank ihm blieb auch mir so manch peinlicher Buchstabenverdreher erspart. (Leider nur in den Donnerstagsausgaben!)

Gern denke ich an die Debatten über den angemessenen Stil, die passende Formulierung und die korrekte Kommasetzung zurück. Gefreut habe ich mich aber auch, wenn er zu meiner Arbeitsplatz kam und mit seiner tiefen Raucherstimme sagte: “Ein wirklich solider Beitrag, Frau Sonnenbrodt!” :)

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8 Antworten auf Vom treuesten Leser verlassen

  1. Marco sagt:

    Schön Frau Sonnenbrodt, das sie sich hier loben. Mögen Ihre Beiträge in der Printausgabe auch meist gelungen seien.

    Erlauben Sie mir jedoch trotzdem eine Kritik.
    Der Titel heist: “Vom treuesten Leser verlassen”
    Im Beitrag erfährt man zwar wer der treuste Leser ist, aber warum er die LR verlässt?
    Wer ist den der Herr Kubach? Nur Korrekturleser? Warum macht er das ehrenamtlich?

    Ja es gibt auch Leute die den Blog lesen.

  2. Melanie Sonnenbrodt sagt:

    Hallo Herr Marco XY,

    ich freue mich, dass Sie unseren Voloblog so interessiert verfolgen. Und natürlich ist Kritik, wenn sie denn konstruktiv ist, immer erlaubt und willkommen.

    Herr Kubach musste sich von uns verabschieden, weil er nach Dresden umzieht. Als ehemaliger Journalist hatte er seine ehrenamtliche Hilfe beim Korrekturlesen angeboten.

    Wie sind Sie eigentlich auf unseren Blog gestoßen? Und worüber lesen Sie am liebsten?

    Liebe Grüße
    Melanie Sonnenbrodt

  3. AnnaMH sagt:

    Großartig, eine neue Stimme im Blog, wo wir ihn doch meist im kleinen Kreis von 9 (nunmehr 7) Volontären kommentieren. Wenn einen sonst niemand lobt, muss man das dann schon mal selber erledigen. (;

  4. Marco sagt:

    Ich habe den Blog auf der Startseite der LR entdeckt.
    Ich schau immer mal wieder hier herein. Unregelmäßig lese ich auch den anderen LR-Blog.
    Wo bei ich sagen muss, dass ich die Printausgabe der LR selten lese.
    Die 20 cent habe ich regelmäßig gelesen.
    Aber warum Geld ausgeben, wenn man auch Online lesen kann?
    Vielleicht mal eine allgemeine Anregung an Euch, sich mal mit dem Thema zu beschäftigen. Warum zahlen, wenn es dasselbe auch Gratis gibt?

    Oder die Frage warum werden die Nachrichten gratis Online gestellt?
    Warum soll der Leser bezahlen, wenn er es auch umsonst bekommt?

  5. Melanie Sonnenbrodt sagt:

    Das ist eine gute Anmerkung. Darüber haben wir bei unseren Volotreffen bereits laut nachgedacht. Und sicher wird es irgendwann in die Richtung gehen, für Online-Beiträge Geld zu verlangen. Schließlich machen sie ja eine Menge Arbeit. Schauen Sie sich eigentlich auch die Videos an?

  6. Marco sagt:

    ja teilweise schau ich mir auch die Videos auf Lr-Online an.

  7. Tilo Winkler sagt:

    Räusper, hüstel: Also, liebe Volos, ihr habt seit Start des Blogs durchaus Leser – zum Beispiel mich, wenngleich ich bislang nur ein stiller Leser war.
    Grüße vom Desk

  8. anja sagt:

    Nun muss ich mich auch mal wieder zu Wort melden, obwohl ich hier nur ab und zu kommentiere:

    @ Marco: Über Bezahlinhalte wird in der Netzwelt schon ewig diskutiert und ich habe die endlose Debatte langsam satt. Gefühlt mehrmals stoße ich über Twitter oder RSS-Feeds auf Artikel oder Kommentare, die mir erklären, dass Paid Content im Internet nicht funktionieren kann und dann gibt es Kommentare wie Ihren, die scheinbar explizit fordern, Bezahlinhalte einzuführen. Ich frage mich, ob Sie für Inhalte bezahlen würden, wenn die LR Paid Content einführen würde? Das Problem des Online-Journalismus ist in meinen Augen, dass es seine Chance auf Bezahlinhalte verpasst hat. Der Verlag, der heute Bezahlinhalte einführt, muss mit einer Menge Leserschwund rechnen. Denn die meisten Leser wandern ab zu Gratis-Angeboten. Wer bezahlt schon für Inhalte, die ohne einen Mehrwert einfach verteuert werden? Ich würde lediglich für einen Inhalt mit hochwertigen Informationen zahlen. Aber bestimmt der Leser die Hochwertigkeit nicht selbst? Ich plädiere für Systeme wie Flattr: Jeder Nutzer bestimmt dank Flattr-Button selbst, für welchen Inahlt er wieviel bezahlen möchte.

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