Im Ghetto für Ästheten

Glossen schreiben ist wie im Sandkasten spielen, aber ohne Regeln. Das sagt Feuilleton-Experte Gerhard Jörder. „Da darf man sich die Förmchen ins Gesicht werfen“, unterstreicht er und kichert wie ein Spitzbub. Jörder hat uns in den letzten drei Tagen in der Journalistenschule Berlin Theaterkritik und Glosse nähergebracht.

Entgegen dem sonstigen Journalistenalltag muss der Autor bei der Glosse seinen Erklär- und Kontrolldrang aufgeben, mit Jörders Worten „sind Sie besser, dran, wenn Sie wurschtig im Kopf sind, müde, besoffen.“ Sympathischer Ansatz.

Bei der Theaterkritik hingegen ist Konzentration gefragt. Was sehe, höre, fühle, ahne ich? Pointen zeichnen gute Texte aus, aber „man muss die Leser auch mitnehmen und nicht nur Spitze tanzen“, erklärt Jörder. Schließlich sei der Feuilleton längst nicht mehr ein „Ghetto für Ästheten“.

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5 Antworten auf Im Ghetto für Ästheten

  1. Anonymous sagt:

    Wie toll war denn euer Dozent drauf? :-) Den würde ich zu gerne auch mal live in Aktion erleben. Vielleicht klappts ja beim nächsten Seminar :-)

  2. Hey Anna!

    Da Herr Jörder bei uns keine Zeit für das Thema Glossen hatte,wäre es toll, wenn du mir da paar Unterlagen mitbringen könntest, die ich mir kopieren kann.

    Liebe Grüße nach Berlin!!!

  3. Anna MH sagt:

    Logo!

  4. Anonymous sagt:

    Hallo Anna, wie versprochen:

    Ich habe noch zwei weitere klasse Zitate von Herrn Jörder notiert:

    Beim Bewerten des Fernsehinterviews mit F. v. S. sagte er: “Er hat den Konjunktiv im Gesicht.”
    Zum Thema Feuielleton brachte er diesen Satz zum Guten: “Es ist ein Sandkasten, wo mal nachgedacht werden kann – über die Politik hinaus”

    Grüße, jag

  5. Pingback: Witzigkeit kennt kein Pardon | Volo-Blog

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