Im Ghetto für Ästheten

Glossen schreiben ist wie im Sandkasten spielen, aber ohne Regeln. Das sagt Feuilleton-Experte Gerhard Jörder. „Da darf man sich die Förmchen ins Gesicht werfen“, unterstreicht er und kichert wie ein Spitzbub. Jörder hat uns in den letzten drei Tagen in der Journalistenschule Berlin Theaterkritik und Glosse nähergebracht.

Entgegen dem sonstigen Journalistenalltag muss der Autor bei der Glosse seinen Erklär- und Kontrolldrang aufgeben, mit Jörders Worten „sind Sie besser, dran, wenn Sie wurschtig im Kopf sind, müde, besoffen.“ Sympathischer Ansatz.

Bei der Theaterkritik hingegen ist Konzentration gefragt. Was sehe, höre, fühle, ahne ich? Pointen zeichnen gute Texte aus, aber „man muss die Leser auch mitnehmen und nicht nur Spitze tanzen“, erklärt Jörder. Schließlich sei der Feuilleton längst nicht mehr ein „Ghetto für Ästheten“.

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