Witzigkeit kennt kein Pardon

Spaß, aber sofort!

Spaß, aber sofort!

Witzigsein macht keinen Spaß. Schon gar nicht, wenn man dazu genötigt wird. Nach mehrfachem Winken mit dem Zaunpfahl der Deskchefs in Richtung Volos in der 13.30 Uhr-Konferenz, habe ich mich geschlagen gegeben und mein erstes “Am Rande” verfasst. Es war ein Krampf.

Die Tipps der Profis zum Thema Glossen konnten mir da auch nicht weiterhelfen: Hermann Unterstöger, Streiflicht-Autor der Süddeutschen, sagt: “Wenn der Autor lacht, lacht der Leser meistens nicht.” (Medium Magazin 07/2005). Unterstöger hat den ganzen Tag Zeit zum Grübeln. Feuilleton-Autor Gerhard Jörder sagte mal, eine Glosse schreibt man am besten, wenn man betrunken ist. Kommt in der Chefetage nicht so gut an, fürchte ich. Also bleibt mir nichts übrig, als mir was aus dem Ärmel zu schütteln und mit Hilfe der Kollegen lesbar zu machen. Ich werds vielleicht nochmal tun, aber mein Lieblings-Stilform wird die Glosse nicht.

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2 Antworten auf Witzigkeit kennt kein Pardon

  1. Anna MH sagt:

    Locken auf Glatzen drehen ist auch nicht meins. Hermann Untersteiger sagt aber auch nicht umsonst: “Bei Lokalblättern sind Glossen oft hingeschludert. Die Leute dort haben manchmal nur eine halbe Stunde Zeit.” Er hat sich für sein erstes Streiflicht drei Tage hinsetzen können. Und fand sie danach immer noch sauschlecht. Muntert uns das jetzt auf?

  2. Martina Albert sagt:

    Also das Zustandekommen meines ersten Am Randes war auch eine Katastrophe, insgesamt haben drei (!) verschiedene Chefs drüber geschaut und jeder hatte was anderes auszusetzen. Am Ende ist es aber doch ganz passabel geworden , auch wenn der letzte Chef, der draufschaute – Tommi Klatt – die Pointe irgendwie nicht lustig fand. Also, Kopf hoch!

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