Netter Nebeneffekt

Sobald ich einen Fuß vor die Gubener Lokalredaktion setze, bin ich bereits mitten im Stadtgetümmel angekommen. Ich laufe ein paar Schritte die Berliner Straße entlang, um schließlich den wohl zentralsten Punkt – das Gubener Dreieck – anzusteuern. Nach ein paar gescheiterten Versuchen in einigen Nebenstraßen hat sich dieser Platz mittlerweile als optimaler Umfrageort herauskristallisiert. Sätze wie beispielsweise „Och bitte kein Foto“ oder „Ich bin nicht für so etwas“ habe ich glücklicherweise bisher eher seltener zu hören bekommen – ein nettes offenherziges Völkchen also. Doch will man einen repräsentativen Querschnitt der Stadtbevölkerung in seiner Umfrage abbilden, gestaltet sich die Suche schon bedeutend schwieriger. Die Jugendlichen dieser Stadt haben wahrscheinlich irgendwo ein geheimes Versteck, das es noch zu entdecken gilt. Gestern hat sich zumindest ein Exemplar dieser seltenen Spezies gezeigt: der 15-jährige Dennis. Er war auch sofort bereit meine zentrale Frage „Welches Buch liegt derzeit auf Ihrem Nachttisch?“ anlässlich des Gubener Leseherbstes zu beantworten.

Ein besonders schöner Nebeneffekt der wöchentlichen Umfragen ist, dass ich mich mittlerweile nicht mehr als Gubener Neuankömmling fühle. Während ich meine Runden in der Altstadt drehe, höre ich bereits hier und da ein freundliches „Hallo“ von den befragten Passanten der vergangenen Wochen.

 

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