Och dat noch – Jeck in der Lausitz

Nein, das bin nicht ich in den Tiefen des Rheinischen Karnevals. Aber: Gefühlte 99 Prozent der Karnevalisten sehen während der jecken Tage so oder so ähnlich aus. Und in Cottbus? Na, ich bin gespannt.

Ich hätte es mir ja denken können – Karneval steht vor der Tür. Am 11. 11. stehen die Hochburgen der Jecken und Narren Kopf: Sessionseröffnung. Die fünfte Jahreszeit. Nicht für mich – denn ich bin geflohen, aus dem jecken Rheinland tief in die Lausitz. Keine grölenden Feierwütigen, keine leeren Kölschflaschen in der Altstadt, keine Lieder von den Höhnern und keine Schunkelei. Ich werde es nicht vermissen.

Und dann das: Als “Mann vom Fach” kümmere ich mich um den Karneval in Cottbus. Das ist in etwa so, als ob ich nach Tigern im Branitzer Park suchen würde. Oder?

Fünf Vereine habe ich gefunden, die sich in Cottbus und in der Lausitz mit dem jecksten aller Feste beschäftigen, Wagen bauen, Kostüme tragen und dem 11. November entgegenfiebern. Erster Termin: Rathausstürmung. Am Sonntag. Weil die Beamten dort tief im Herzen auch närrisch seien, hätten sich einige von ihnen bereit erklärt, am freien Tag dort zu sein, erklärt Siegfried Müller, Präsident des Vereins Cottbuser Karneval e.V.

Aha, doch ein jeckes Völkchen, die Lausitzer? Ich bin gespannt!

Meine Mission: Ich bringe den hiesigen Karnevalisten bei, dass es “Alaaf” heißt und um Himmels willen nicht “Helau”.

Über Daniel Schauff

Kölner - New Yorker - Rotschopf - Lausitzer
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