Preußischer Kunstgriff oder Kunstfehler?

Wissenschaftsministerin Sabine Kunst präsentierte in der Potsdamer Staatskanzlei den neuen Gründungsbeauftragten der BTU Cottbus-Senftenberg, Dr. Birger Hendriks

Er soll es nun (vorübergehend) richten. Dr. Birger Hendriks wird neuer Gründungsbeauftragter für die BTU Cottbus-Senftenberg. Ab 1. Juli soll der gebürtige Berliner die Leitung der Universität bis zur Bestellung einer Gründungspräsidentin oder eines Präsidenten übernehmen. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst stellte am Dienstag den Juristen und Hochschulexperten in der Potsdamer Staatskanzlei vor. Kollege Dinger und ich bekamen ein Exklusivinterview für die RUNDSCHAU. Hendriks plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen und meinte, obwohl er in Hamburg und England aufgewachsen ist, dass er „im Herzen doch eigentlich Preuße“ sei. Eine der Hauptaussagen von Hendriks während der Befragung: Aufnahme der neuen Uni in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (wobei der Vorschlag nicht neu ist und von BTU-Seite längst gewollt war, allerdings ohne FH). In der ZEIT äußerte sich schon lange vor der Hochschulfusion einer der Spitzenforscher der BTU, Christoph Egbers, kritisch zur Neugründung, sieht er doch das Werben um Forschungsgelder und eine Aufnahme in die DFG durch eine Fusion mit der FH erheblich gefährdet.

RUNDSCHAU-Reporter Alexander Dinger im Gespräch mit Dr. Birger Hendriks

Ein zweites Ziel des neuen Gründungsbeauftragten Hendriks: Etablierung eines Instituts für Ausgründungen, in Form einer GmbH oder eines Vereins. Zunächst muss Hendriks aber zwei Streithähne zusammenbringen und gegen eine mögliche Verfassungsklage kämpfen. Ein disziplinierter Preuße zur Schlichtung erhitzter Gemüter auf dem universitären Schlachtfeld kann da nicht schaden.

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