Geblättert, nicht gegoogelt

Neben Kuli, Kamera und Notizblock ist er des Journalisten treuester Helfer: der Duden. Praktischerweise gibt es ihn auch online. Was mich verwundert hat – erst seit 2011 für jedermann frei zugänglich. Konrad Alexander Friedrich hätte diesen Schritt sicher begrüßt, ist aber 100 Jahre zuvor verstorben.

Ein gewöhnlicher Dienstag in der Redaktion, bei einem heißen Cappuccino lese ich über den Artikel eines Kollegen: Heißt es “das meiste” oder “das Meiste”? – Ein schneller Klick zum Duden sollte mir weiterhelfen. Doch siehe da: “Wartung, die. Substantiv, feminin.” Danach habe ich doch gar nicht gesucht. Zwar war es offensichtlich, doch  zugegebener Maßen hat es einige Sekunden gedauert, bis ich begriff: Wartungsarbeiten. Mein Glück, dass ich genau in diesem Moment den elektronischen Duden aufschlug. Pech, dass er mir diesmal den Dienst versagte.

Aushelfen konnte schließlich der “ältere” Kollege, der spontan seinen gelben Duden herüberreichte und seine Unterstützung bei der Suche in dem 1276 Seiten-Wälzer anbot. “Nein danke.” – Auch wenn uns Digital Natives nicht mehr zugetraut wird, den Alltag ohne Google, Facebook und Wikipedia meistern zu können, “das meiste” wie auch “das Meiste” (S.680) habe ich ganz ohne analoge Suchfunktion gefunden.

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