“One Love for Germany” mit Volo und Guetta

Erster Festivalbesuch, zum ersten Mal #davidguetta und twittern en masse. Das #seenlandfestival begleiten wir Rundschau-Volontäre unter anderem mit einem Twitter-Ticker (kurz, knackig, kleinschreiben, verhashtagen und retweeten). Auf David Guetta (der übrigens schon seit 1984 hinter den Turntables steht!) haben am Freitag alle gewartet, immerhin etwa 4000 Partyverrückte Fans konnte der DJ und Produzent noch auf das Festivalgelände locken.

Und nach der Show verstehe ich zwar noch nicht ganz genau, warum alle so auf ihn abfahren, aber schon ein bisschen besser. Eine wahnsinnig gut choreographierte Lichtshow, gepaart mit zwei riesigen Videoleinwänden mit stimmungsvollen und emotionalen Bilder sowie ein klasse Sound fällt zunächst auf.  Nebeleffekte, Feuerwerk und weißes Papier-Lametta (Gibt’s dafür nen Fachbegriff?) braucht da kaum noch erwähnt werden. Für eine zwei Stunden lange Show reicht das erst mal zum satt sehen. Aber etwas anderes unterscheidet Guetta vom Flower-Power Freizeit Allein-Platten-Unterhalter.  Auf den zwölf Meter hohen Videoleinwänden können die Zuschauer Guetta genau beobachten: Er hat Spaß an seiner Show und will den zusammen mit seinem Publikum teilen. Immer wieder spornt er es an, hält selbst gekritzelte Zettel mit “One Love for Germany” in die Kamera, mit einem verschmitzten Lausbuben-Lächeln. Nicht wie der nervige Dorf-Fest-DJ von nebenan schafft er es die Massen zu animieren, sondern auf eine nette, unaufgeregte und ansprechende Weise. Wenn er in sein Mikrofon nuschelt “Hands up”, reißen die Massen die Arme hoch. Wenn er an den Volume-Reglern dreht, warten die “Beautiful-German-Girls und Party-Boys” nur darauf die Texte von bekannten Chart-Hits ihm entgegen zu schreien. Der Rest macht wohl die Masse Mensch. Einmal gefangen im Party-Fieber vor der Bühne würde sich wohl jeder mies gelaunte Partymuffel wenigstens ein bisschen bewegen. Selbst Meter weit entfernt auf der Presse- und VIP-Tribühne hielt ein weiblicher Fan durch: Über zwei Stunden tanzte und feierte sie mit, ganz allein auf der Tribüne.  Bei meinen professionellen Pressekollegen wippte aber zumindest der Fuß mit.

Über Anne Guckland

Halle - Paris - Halle - Cottbus
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Crossmedia, Hoyerswerda, Lausitz abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>