Zu Gast in der Nachrichtenfabrik

Ob sich Horst Seehofer einen Spaß mit den Journalisten erlaubt oder Sahra Wagenknecht versucht in der Debatte um die Krim noch einmal Staub aufzuwirbeln, all das und, natürlich, vieles mehr  gibt es im Berliner Politikbetrieb zu sehen. Zwei Wochen lang haben mich die Kollegen aus dem Hauptstadtbüro über ihre Schultern schauen lassen und mich mitgenommen in die Berliner Politik.

Eine Stadt in der Stadt

Blick aus dem Bundestag

Ein scheinbar riesiger Komplex mit dem Reichstag als Zentrum liegt in der Mitte der Hauptstadt. Nicht nur von außen wirken die Gebäude, um den Sitz des Deutschen Bundestages, so als ob sie gar nichts mit der Stadt zu tun haben in der sie stehen. Einmal eingetreten verfängt sich der Besucher auf den endlos scheinenden Gängen, die mal mehr mal weniger den Eindruck vermitteln in einer ganz gewöhnlichen Behörde zu sein. Die Stadt vor den Türen rückt mit jeder Biegung ein Stück weiter weg. Und hinter jeder Tür scheint wichtiges zu passieren, jedenfalls begegnet man vielen wichtigen Menschen oder solchen die zumindest so wirken.

Eine Nachricht entsteht

Beim Blick hinter die Türen wird schnell klar, dass hier Entscheidungen getroffen werden die bereits das halbe Land bewegen oder bewegen werden.

Hammelsprung füllt den Bundestag

Beim Pressefrühstück mit Fraktionsvorsitzenden und/oder ihren Stellvertretern hat manche Nachricht und Diskussion ihren Ursprung. Interessant ist es dann zu sehen,  was auch einem Satz zwischen Kaffee und Brötchen in den Zeitungsspalten wird.  Ohnehin konnte ich beim abendlichen Blick in die Nachrichtensendung  noch einmal  gut nachvollziehen, wo ich heute überhaupt überall so war.

Zeit für ein Lächeln

Aber auch für Humor war Zeit, nicht nur bei Zwischenrufen im Bundestag und Kommentaren in Ausschüssen.

Lungern

Beim klassischen Lungern, also dem Warten vor Räumen oder Gebäuden auf Pressestatements, können neben dem ein oder anderen wartenden Kollegen, auch Politiker zu Scherzen aufgelegt sein.  Der bayrische Landesvater Horst Seehofer beispielsweise ließ es sich nicht nehmen zehn Minuten nach der Verkündung des Urteils im Hoeneß Prozess, den Sitzungsraum in der Baden-Württemberger Landesvertretung samt Entourage zu verlassen und die wartenden Medien, in Erwartung einer ersten Aussage, in Aufruhe zu versetzen. Als alle erwartungsvoll und mit Block, Kamera, Mikrofon und Diktiergerät in der Hand vor ihm standen,  enttäuschte er die Medienschar und bog lediglich auf die Toilette ab. Eine Stunde später gab es dann erst die erhofften Worte. Nun ja, drehen kann jeder, aber warten will gelernt sein, hieß es dafür von denen die schon länger dabei sind.

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