“Kougyoku” zu Gast bei “Mondkalb”

Kougyoku was? Mondkalb wer? Klingt komisch, aber in Kougyoku habe ich mich verwandelt und Mondkalb habe ich genau dafür in Cottbus-Schmellwitz besucht. Einer der ausgefallensten Termine meiner bisherigen Volo-Karriere.

Selfie von Cindy alias "Etain" und mir alias "Kougyoku".

Selfie von Cindy alias “Etain” (r.) und mir alias “Kougyoku”.

Aber noch mal von vorne: Kougyoku ist eine Prinzessin aus der Manga-Serie “Magi: The Labyrinth of Magic” – eine Zeichentrickfigur also. Mondkalb aber ist aus Fleisch und Blut. Hinter diesem Künstlernamen steckt die Cottbuserin Cindy Stephan, die sich gerne in Figuren wie Kougyoku verwandelt. Dieses Hobby nennt sich Cosplay (dt. “Kostümspiel”).

Genau in diese Welt der Verwandlungskünste hat mich Mondkalb alias Cindy Stephan mitgenommen und mich in eines ihrer selbstentworfenen (!) und selbstgenähten (!!!) Cosplays (Kostüme) gesteckt. Eine wahnsinnig kreative und zeitintensive Arbeit. Vor unserer Begegnung hatte ich zugegebenermaßen keinen Schimmer von Cosplay und dabei eher an Karneval als an Kunst gedacht. Sie sprach von “Gemälde” und “Perfektion”. Was sie damit meinte, dämmerte mir erst, als ich im Manga-Gewand mit rot-violetter “Antennen-Perücke” vor dem Spiegel stand. Noch davor, während sie mich quasi in eine lebende Zeichentrickfigur verwandelte, erzählte sie mir alles über ihr ausgefallenes Hobby. Zum Beispiel, dass man sich nicht nur so kleidet wie die imitierte Figur, sondern sich auch dem Wesen entsprechend verhält. Ihr Lieblings-Cosplay “Etain” (eine Kriegerin aus dem Historien-Film “Centurion”) beispielsweise kann nicht sprechen, weil sie keine Zunge hat. Wenn Cindy also als “Etain” unterwegs ist, sollte sie bestenfalls auch nicht sprechen. Und als Kriegerin auch nicht unbedingt wie eine friedliebende Elfe herumlaufen. Apropos herumlaufen: Cosplayer sind nicht privat und jeden Tag als Fabelwesen und Manga-Figuren unterwegs. Vor allem auf Messen (wie der Leipziger Buchmesse) treffen sie sich und zeigen ihre facettenreichen Cosplays.

Wie die ganze Verwandlung ablief steht morgen in der Lausitzer Rundschau und online – natürlich mit Bildergalerie :)

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