Arbeiten noch vor dem Aufstehen

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Start in die Frühschicht um 6 Uhr früh. An Tag 3 schaffe ich es endlich pünktlich.

Es ist 5.58 Uhr und ich bin schon im Büro. Tag 3 meiner Frühschicht in der Online-Redaktion. Und ich habe es geschafft: Ich bin pünktlich.  Endlich.

Rückblick

Deskchef: “Michèle kannst du nächste Woche für die Onliner in der Frühschicht einspringen?”

“Klar.”

Deskchef: “Die fangen aber immer schon um 6 Uhr an. Stell dir lieber ein paar mehr Wecker.”*Lach

” Ok… eine Woche schaff ich das schon.” *Gezwungen Lach

Wer mich kennt, der weiß: ich bin kein Morgen-Mensch. Der frühe Vogel kann mich mal, ich führe eine höchst innige Beziehung mit meinem Bett und vor dem ersten oder besser noch zweiten Kaffee sollte mich lieber niemand stressen. Andererseits hatte ich echt Lust, einmal in der Frühschicht am Desk zu arbeiten. Die Online-Seite als Erster zu gestalten, die Nachrichten auf der Startseite zu platzieren und Nachrichten auf Facebook und Twitter zu posten.

Also baute ich auf Vorbereitung.

Sonntagabend: Mein Frühstück und mein Salat liegen fertig im Kühlschrank, meine Anziehsachen für den nächsten Tag auf dem Korb neben dem Bett und die Tasche steht schon griffbereit im Flur. Die Wecker-App im Handy ist gestellt. Ich kuschel mich ins Bett und falle ins tiefe Land der Träume.

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Ich bin sogar die Erste. Noch ist der Desk leer

Montagmorgen: “Schatz es ist 5.54 Uhr,dein Handy hat nicht geklingelt”, weckt mich mein Freund und rüttelt an meinem Arm. Sofort stehe ich senkrecht im Bett. Dabei war ich doch so gut vorbereitet… Immerhin hat sein Handy geklingelt. Im Laufschritt geht es ins Bad. Duschen ist wohl nicht mehr drin. Haare schnell zum Zopf, Zähne putzen und nebenbei versuche ich schon, in meine Jeans zu kommen. Mein Freund reicht mir im Flur noch einen Kaffee to go, ein flüchtiger Kuss und schon stürze ich die Treppen runter zum Auto. Mit Gaspedal im Anschlag saust mein kleiner Corsa zur Redaktion. Um 6.32 Uhr sitze ich an meinem Platz. Ich atme tief durch. Morgen wird es besser, nehme ich mir fest vor.

Wieder bereite ich am Abend alles vor. Nur dieses Mal wähle ich extra mehrere Wecker im Handy aus. Vielleicht war der Weck-Ton auch nur nicht penetrant und laut genug. Also suche ich einen richtig fiesen Ton heraus – dieses Mal wird es klappen.

Dienstagmorgen: “Schatz es ist 5.50 Uhr. Du hast schon wieder verschlafen”, werde ich wieder von meinem Freund geweckt. Das kann doch wohl nicht wahr sein. Ich schaue auf mein Handy. Schwarzer Display. “Das ist doch eine Verschwörung”, rufe ich und stürme ins Bad. Der Montagmorgen wiederholt sich. Kaffee to go, Kuss und in Rekordzeit  zur Redaktion. 6.25 Uhr  – ich lasse mich auf meinem Stuhl fallen. Immerhin schaffte ich es ein bisschen früher. Morgen muss es klappen.

Wieder bereite ich alles vor. Aber dieses Mal ist mein Handy raus aus dem Spiel. Dieser Verräter hat mich schon zweimal im Stich gelassen. Der gute alte Radiowecker mit seinem lautem Piepton hat seinen großen Auftritt. Zur Sicherheit muss auch mein Freund sein Handy um kurz vor 5 Uhr stellen.

Mittwochmorgen: Piep, Piep, Piep, Piep…Piep, Piep Piep, Piep, Piep… Piep, Piep Piep, Piep, Piep… – Hektisch werde ich wach, langsam wandert der Blick geht zur Uhr: es ist 4.50 Uhr. Oldschool schlägt eben manchmal Handy. Pünktlich um kurz vor 6 Uhr sitze ich am Desk. Endlich.

 

 

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