Über uns

Hier bloggen wir – die Volontäre der Lausitzer RUNDSCHAU. Wir, das sind Daniel Friedrich, Steven Wiesner, Anja Hummel, Anja Brautschek und Michèle-Cathrin Zeidler.

Die Volos im Kurzporträt:

Daniel Friedrich

Laufen, Sprechen und Schreiben gelernt in Lübbenau. Neben der Schule erste Schritte als Jung-Reporter bei der heimischen LR-Redaktion gemacht. Es folgten Praktika bei Radio und Fernsehen. Nach dem Abi habe ich dual über die RUNDSCHAU Medien- und Daniel FriedrichKommunikationswirtschaft studiert – ein Glücksfall! So konnte ich nicht nur dort lernen, wo andere Urlaub machen (nämlich am schööönen Bodensee), sondern auch gleich mein theoretisches Wissen anwenden und herausfinden, wie ein Medienhaus eigentlich so funktioniert.

Mit dem Bachelor in der Tasche widme ich mich seit 2016 wieder der schreibenden Zunft: als Volontär bin ich zwischen Luckau, Guben und Finsterwalde unterwegs. Über die Dinge zu berichten, die die Lausitzer bewegen, macht viel Spaß und ist gleichzeitig stets eine Herausforderung. Denn komplexe Themen zu erklären, bedeutet manchmal, sie zu verkürzen und zu vereinfachen, ohne dabei banal zu wirken – und das zuweilen mit dem Redaktionsschluss im Nacken.

Nach Feierabend hau ich gern in die Tasten (Keyboard, Klavier und Orgel), radle durch den schönen Spreewald oder bereise die weite Welt, immer auf der Suche nach tollen Fotomotiven für die Kamera. Ach ja, und zu haben bin ich auch noch … für gutes Essen oder einen spannenden Horrorfilm. Fortsetzung: folgt.

 

Anja Hummel

Lausitz – Sachsen – Südamerika – Lausitz. Die bisher wichtigsten Stationen meines
Lebens – grob zusammengefasst. Stationen, die mich für immer und ewig begleiten werden. Die mich gelehrt haben, wie schön es in der Ferne ist – aber auch, wie sich Heimat anfühlt. Eine ganze Weile hielt sie mich fest, die Lausitz. Bis ich fürs Germanistik-Studium nach Chemnitz gezogen bin. Und schon damals nebenher als Praktikantin durch die Flure der Senftenberger LR-Redaktion „gestolpert“ bin. Erste Gehversuche. Mit „Nachwirkungen“ (die etwas später eingesetzt haben). Nachdem ich also erste 13717914_10206617851144279_1177204555_oErfahrungen bei der Tageszeitung gesammelt habe, ging es für mich zu einem regionalen Radio- und TV-Sender zurück nach Sachsen. Mein Motto: Alles mal ausprobieren! Dazu hat für mich auch immer schon der Blick über den Tellerrand gehört. Reisen ist neben dem Schreiben eine meiner Leidenschaften. Also verband ich das Auskundschaften der weiten Welt mit dem Nützlichen und ging für ein Jahr nach Südamerika, wo ich als Deutschlehrerin arbeitete. Nossa! Gut, dass ich auch das ausprobiert habe. Doch mit der (wieder)gewonnenen Erkenntnis, wie schön es auch zu Hause ist, hat das Heimkehr-Timing gepasst. Prompt setzten die „Nachwirkungen“ meiner ersten journalistischen Stolperschritte ein. Ich als Volo bei der Rundschau?  Was für eine große Herausforderung, was für eine tolle Chance, was für eine spannende Zeit – in der ich meine Heimat und die Menschen hier noch einmal neu kennenlernen darf. Denn bei der Rundschau kann ich hinter die Fassaden schauen und die Leser mitnehmen. Ich halte meine Augen offen, bleibe dran – und darf (mich) ausprobieren. Jeden Tag aufs Neue.

 

Michèle-Cathrin Zeidler

Einmal von ganz links nach ganz rechts auf der Landkarte – für das Mastervolo bei der Lausitzer Rundschau habe ich das schöne Rheinland verlassen und bin nach Cottbus gezogen. NachIMG_20140510_032011 meinem Studium in Köln, Journalismus und Medienkommunikation an der FHM, blieb da ein kleiner Kulturschock natürlich nicht aus. Aber ich wollte es ja so: Masterstudium auf der einen Seite und bezahlt meiner Leidenschaft nachgehen auf der anderen Seite.

Vor meinem Studium habe ich bereits einige Zeit für die Rheinische Post geschrieben und sammelte später weitere Erfahrungen bei einer Kulturzeitschrift in Düsseldorf. Meine Praxisphase verbrachte ich bei der Rheinlands Reiter+Pferde, eine Spezialinterest Zeitschrift für Reiter.  Dort hatte ich Gelegenheit meine zweite Leidenschaft mit einzubringen – den Reitsport.

Natürlich werden es keine leichten drei Jahre werden, aber ich freue mich. Ich bin gespannt auf die Menschen und die Herausforderungen.

 

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Hall of Fame

 

Linda Haazipolo (2012 – 2015)

Ich mag Stress. Ich denke das ist keine schlechte Voraussetzung um Journalistin zu werden. Ich bin einer der Menschen, für die Zeitdruck eine echte Motivation bedeutet. Spät dran zu sein spornt mich an. So war es auch schon früher, in der Schulzeit. 200 Vokabeln in drei Wochen zu lernen ist keine Kunst. Spannend wird es erst, wenn man 200 Vokabeln in zwei Tagen lernen muss. Und erst wenn es spannend wird, dann fange ich an. Ich finde toll, dass man als Journalist schnell arbeiten muss, aber dafür auch schnell das Ergebnis der eigenen Arbeit und das Feedback dafür bekommt. Morgens hat man eine zündende Idee, abends ist sie schon umgesetzt, am nächsten Tag in der Zeitung. Außer man schreibt für eine Schülerzeitung. Dann kann es länger dauern. Und dauern. Und dauern. Schon zu Schülerzeitungstagen wusste ich, dass ich Journalistin werden möchte. Deshalb habe ich auch, schon bevor ich mein Abitur in der Tasche hatte, angefangen bei anderen Zeitung mitzuschreiben und unter anderem Artikel in der Märkischen Allgemeinen veröffentlicht.

Nach bestandenem Abitur – ich bin übrigens nie durch einen Vokabeltest gefallen, auch wenn das wohl an ein Wunder grenzt – habe ich mich entschieden Geschichte und Journalismus zu studieren. In den drei Jahren Bachelorstudium habe ich zwar nicht die Kunst des geordneten und chaos-freien Arbeitens gelernt, dafür aber jede Menge über Journalismus und die Deutsche Geschichte. Als ich dann die Stellenanzeige der Lausitzer Rundschau las, wusste ich, dass ich mich bewerben muss. Ein Volontariat bei einer Tageszeitung, dass normalerweise zwei Jahre dauert, zusammen mit einem Masterstudiengang, der danach noch weitere zwei Jahre dauern würde. Und das alles in insgesamt nur drei Jahren? Ganz viel Neues, ganz viel lernen und das in ganz kurzer Zeit- irgendwie genau mein Ding. Bei dem ich auch wieder ein bisschen chaotisch und gestresst sein darf – im Rennen gegen die Zeit von einer Deadline zur nächsten.

 

Sven Scheffler (2012 – 2015)

Sumpfige und feuchte Wiesen, so die Bedeutung des Namens Lausitz. Jedenfalls beginnt der Eintrag zur Region im allseits beliebten Online-Lexikon Wikipedia so. Sumpfig ist es zumindest im wunderschönen Spreewald, den feuchten Wiesen müsste ich noch einmal journalistisch nach spüren. Für mich als gebürtigen Berliner ist die Lausitz zwar kein völlig unbekanntes Gebiet, jedoch gibt es für mich hier jede Menge Neues zu entdecken. In den letzten 31 Jahren habe ich hauptsächlich den Norden von Brandenburg mit Ausflügen und Urlauben bedacht. Ein Grund mehr den Süden und damit die Lausitz jetzt intensiver kennenzulernen. Mittlerweile ist Cottbus auch „hipper“ als Berlin, weil in Berlin ja jeder ist.

Der Weg in den Journalismus zeichnete sich bei mir schon früh ab und begann mit den Worten meines Mathelehrers, bei der Rückgabe einer Arbeit in der 7.Klasse: „Da wird wohl jemand später was mit Schreiben machen müssen!“. Gesagt und fast getan. Erste Versuche startete ich bei der Schülerzeitung. Nach dem Abitur unternahm ich dann einen kurzen Ausflug in die Juristerei, jedoch musste ich schnell merken das Paragraphen mir weitaus weniger liegen als Geschichten. Mit dem Studienfachwechsel in Potsdam zu Geschichte und Soziologie begann dann auch mein Weg als Praktikant und freier Mitarbeiter. Nach einigen Stationen bei Zeitungen, Magazinen und einem längeren Ausflug zum ZDF in Mainz und Berlin, lerne ich nun das journalistische Handwerk in der Lausitz bei der RUNDSCHAU und kann darin Meister oder besser gesagt Master werden. Ich freue mich auf spannende Geschichten, nette Menschen und Kollegen, sowie ereignisreiche Tage.

 

Christian Köhler (2012 – 2015)

Als ich vor Jahren noch die Schulbank gedrückt hatte, war ich mir bereits da schon sicher: Ich schreibe für mein Leben gern. Was lag da näher als ein Studium der Germanistik anzugehen? Nun gibt es Germanisten – laut Aussage meines damaligen Professors – wie Sand am Meer. Entscheidend sei eine spezielle Qualifikation. Hm. Um in Lohn und Brot zu kommen, habe ich also noch Medien- und Kommunikationswissenschaft belegt. Naja, und Philosophie. Über die Bedeutung letzteren „Spezialwissens“ ließe sich streiten – immerhin beschäftigen sich alle Einführungsveranstaltungen an allen Universitäten im Fach Philosophie mit der Frage, warum Philosophie überhaupt wichtig ist. So richtig sicher bin ich mir dabei nicht – oder doch? Doch, eigentlich schon. Immerhin hätten so viele kulturelle Veränderungen…

“Germanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaft und Philosophie also. In. Jena. Studiert.”, sagte der Mann beim ersten Vorstellungsgespräch. Damit ließ man mich auf die Arbeitswelt los und glaubte, vernünftige Gründe für eine Anstellung dem Absolventen mit auf den Weg gegeben zu haben. Doch aller Anfang ist schwer. Ich wußte bereits, dass die Causa Schriftsteller schwierig werden würde. Aber ich schreibe so gern. Also begann ich – wie bereits während des Studiums – mit Praktika bei verschiedenen Verlagen, Zeitungen und Zeitschriften. Schnell merkte ich, Journalismus ist nicht nur schweißtreibende Arbeit, sondern es macht richtig Spaß, Journalist zu sein.

Auf ganz unterschiedlichen Wegen kam ich vor einem Jahr wieder zurück in meine Heimat – dem wunderschönen Weißwasser – mitten in der Lausitz. Naja, lange, lange ganz lange Zeit bin ich nicht mehr da gewesen, Vieles hatte sich verändert. Als ich dann noch als Freier Journalist bei der Lausitzer RUNDSCHAU in Weißwasser anfing, lernte ich meine eigene Heimat aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen. Irgendwie kannte ich Einiges, aber eben aus der Sicht eines Lesers.

Schnell war klar. Ein Volontariat bei der RUNDSCHAU – das wäre das Richtige. Und noch einmal mit Studium verknüpft – diesmal praxisnah. Was soll ich sagen? Ich freu mich drauf!

 

Anja Maria Lehmann (2012 – 2015)

Im Leben kommt es oft anders, als man denkt. Nach dem Abi am Sportgymnasium Magdeburg habe ich mich für ein Studium in Journalistik und Medienmanagement an der FH Magdeburg entschieden. Neben Praktika in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Social Media schrieb ich hin und wieder Artikel für Lokalzeitungen und habe ehrenamtlich verschiedene Online-Projekte betreut. Nach einem Abstecher an die Uni Wien bin ich in den Studiengang Medienbildung: Visuelle Kultur und Kommunikation der Otto-von-Guericke-Uni Magdeburg gewechselt. Mit einem Bekenntnis für LEGO habe ich mich schließlich auf eine Diplomanden-Stelle in der Innovationsabteilung der T-Systems beworben. Hat geklappt. Hätte mir nach dem Abschluss jemand prophezeit, dass ich in drei Jahren eine zweite Thesis schreiben werde

 

Daniel Schauff (2012 – 2015)

Von Köln über New York nach Cottbus. Klingt seltsam? Ist aber so. Dass ich irgendwann mal für eine Tageszeitung in der Lausitz schreiben würde, hätte ich vor ein paar Jahren auch noch nicht gedacht. Ehrlich gesagt, wusste ich bis vor kurzem noch nicht einmal, was oder wo die Lausitz eigentlich ist.

Schauspieler wollte ich werden. Oder Schriftsteller. Ich hätte einen tollen Faust abgegeben – oder ein spannendes Buch über Vampire schreiben können. Oder mit der Gitarre in der Fußgängerzone Passanten mit dem einen oder anderen Liedchen erfreuen können. Aber Journalist? Politik, Wirtschaft und Sport – Dinge, von denen ich ja wirklich überhaupt keine Ahnung habe…

Dann ging ich zum Kölner Stadt-Anzeiger und habe mit an den täglichen Kindernachrichten gearbeitet. Und Artikel über den örtlichen Drachenflugverein und die Eurokrise geschrieben. Und dann wollte ich Journalist werden. Und warum in Cottbus? Tja, öfter mal was Neues – und ich bin gespannt, was mich im südlichen Brandenburg und im nördlichen Sachsen so alles erwartet. Und am Vampirbuch schreibe ich weiter. Und Musik mache ich auch noch. 

 

Lydia Schauff (2012 – 2015)

Ich hatte schon immer einen besonderen Hang zu Worten.  Meine erste Liebe galt dem gesprochenen Wort auf der Theaterbühne, denn meine Großmutter arbeitete im Schauspielhaus. Ich saß fast jeden Abend in den Vorstellungen, konnte die Texte von Faust, Romeo und Julia und Co. nahezu auswendig, stand im Theaterjugendclub auch auf der Bühne. Deswegen wollte ich früher eigentlich mal Schauspielerin werden, um irgendwann auch mal eine Julia zu sein.

Aber es gab da noch eine zweite Liebe:  das geschriebene Wort. Schon als Jugendliche verfasste ich Gedichte, Kurzgeschichten oder Liedtexte; die trug ich allerdings nur meinem Spiegelbild vor. Offiziell wurde das Ganze dann mit meiner Schreiberei für ein Chemnitzer Stadtmagazin. Ich lernte viele nette Leute kennen, setzte sie ins Bild, berichtete über ihr Denken, Handeln, Arbeiten.  Und ich merkte schnell: Es ist ein tolles Gefühl, den eigenen Namen oder das Kürzel unter dem selbst verfassten „Werk“ zu lesen. Noch schöner ist natürlich Lob.

Meine Begeisterung fürs Schreiben war letztlich auch der Grund für meine Entscheidung Germanistik zu studieren. Nach dem Studium fing ich dann als freie Mitarbeiterin bei der Chemnitzer Morgenpost an. Das war eine gute Schule, um zu lernen, komplexe Sachverhalte kurz zu fassen. Und so habe ich mich dann bei der Schreiberei festgebissen und eins kam zum anderen. Das Volontariat bei der Lausitzer Rundschau ist nun wie ein Sahnehäubchen. Und ich bin sicher: Es wird eine spannende, lehrreiche Zeit.

 

Rüdiger Hofmann (2011 – 2014)

Ich weiß gar nicht, ob ihr es schon wusstet, aber als gebürtiger Wittenberger und in Cottbus Aufgewachsener sammelte ich meine ersten journalistischen Erfahrungen direkt nach dem Abitur bei der Lausitzer Rundschau in Hoyerswerda. Das war 2001 zunächst als Praktikant, wenig später als freier Mitarbeiter. In dieser Zeit fasste ich auch den Entschluss, Medien- und Kommunikationswissenschaften zu studieren. Die Martin-Luther-Uni in Halle nahm mich an, und so landete ich an der reizenden Saale. Dort lernte ich Hallenser, Halloren und Halunken kennen, machte bei der Mitteldeutschen Zeitung sowie TV Halle eine Stippvisite und schaute in der vorlesungsfreien Zeit auch mal in der Abteilung Unternehmenskommunikation beim Deutschen Fachverlag in der Mainmetropole Frankfurt vorbei. Der Dax hielt sich tapfer, während ich Verlagsluft schnupperte. Interessante Einblicke in das weite Feld des Journalisten führten mir zwar des Pudels Kern noch nicht endgültig vor Augen, bereicherten aber zusehends meinen Horizont.

Papier ist geduldig, also wagte ich mit dem Magister im Gepäck 2006 einen Sprung in die schillernde PR-Welt. Öffentlichkeitsarbeit in Ingenieurunternehmen als Quereinsteiger? Projektmanagement? Das passte vier Jahre ganz gut, dann suchte ich wieder den Kontakt zur Zeitung, denn Journalisten machen keine PR;-) 

Ende 2010 stieg ich als freier Mitarbeiter in die Lokalredaktion Cottbus ein. Ab diesem Zeitpunkt war klar: Print soll es sein. Die LR rief einen innovativen, berufsbegleitenden Masterstudiengang ins Leben. Bedeutet im Klartext: klassischer Volo paart sich mit einem Masterstudenten, geboren wird der „Volo-Master“. Seit September 2011 bin ich nun einer von ihnen.

 

Sophie Bartholome (2011 – 2014)

Wie fing denn eigentlich alles an? Schwierige Frage. Ich interessiere mich für die Lebenswege anderer Menschen, ihr Können, ihr Wissen und ihre Gedanken, nun darf ich täglich in meinem Volontariat bei der Lausitzer Rundschau auch darüber berichten, und da fällt es doch wirklich auf einmal schwer über sich selbst zu schreiben..

Aber wie fing denn nun alles an? Eigentlich wollte ich schon als Knirps mit dem Mikrofon in der Hand auf den großen Bühnen stehen, Menschen begeistern und tolle Kritiken in den Zeitungen über mich lesen. Doch wie es mit den Kinderträumeblasen nun mal so ist, sie verpuffen irgendwann. Also entschied ich mich, meine Kreativität in einer anderen Weise zu nutzen, und mich nicht auf die Bühne, sondern davor zu stellen: Nach dem Abitur wollte ich der Heimat den Rücken kehren und eine neue Stadt kennenlernen. So hieß es dann „Auf zum Studium nach Braunschweig!“. Print, TV, Radio, Online und Film standen dann auf dem Lehrplan der Studiengänge Medien- und Kunstwissenschaften. Schnell wurde mir klar – vorerst soll es Print werden, und ich sprang für einige Wochen ins kalte Wasser bei der Thüringischen Landeszeitung in der Lokalredaktion Jena. Nach drei Jahren in den Hörsälen der Hochschule für Bildende Künste arbeitete ich als freie Journalistin für die Thüringer Allgemeine in meiner Heimatstadt. Seit September bin ich nun in der Lausitz – und ich darf nach der kurzen Zeit schon sagen, irgendwie ist es für mich dank der lieben Menschen hier schon zu einer zweiten Heimat geworden.

Anne Guckland (2011 – 2014)

Lausitz? Musst du da nicht polnisch, äh sorbisch können? Willst du nicht lieber hier bleiben? Solche und andere Kommentare erntete ich 2011, als ich verkündete, dass ich bei der Lausitzer Rundschau ein Volontariat beginnen würde.

Öfter mal was Neues war bei dem Ortswechsel vor allem meine Devise. Bisher habe ich nämlich nur in zwei Städten gelebt. Ein bisschen wenig, für einen Nachwuchs-Journalisten. Geboren, aufgewachsen und erste journalistischen Gehversuche unternahm ich in Halle an der Saale. Bekannt für Händel, Hallorenkugeln und als „Graue Diva“.  Während der Schulzeit begann ich in der Jugend-Online Redaktion von MDR Sputnik. Dort schrieben und fotografierten Schüler für Schüler im Netz. Nach dem Abi bekam ich nur in Halle und München die Zulassung für meine Traum-Fächer-Kombination Politik-, Medien- und Germanistische Literaturwissenschaften. Bayern war mir suspekt, München sehr teuer, also blieb ich in Halle. Bei einem Praktikum bemerkte ich, dass Lektoren doch nicht den spannendsten Beruf der Welt haben. Also versuchte ich es in der Online- und einer Lokalredaktion der Mitteldeutschen Zeitung. Dort machte mir die Arbeit sehr viel Spaß.  Bald war klar, ein Volontariat musste her.Das Angebot kam aus der Lausitz und nun heißt mein neuer Hauptwohnsitz: Cottbus.

Ach ja, zwischendurch entdeckte ich während eines Auslandsjahres noch die Vorzüge und auch Nachteile von europäischen Hauptstädten. Ich verbrachte ein ganzes Jahr in Paris. Und lernte bei einem Dreh für ZDF Wiso (Rubrik „Fahren mit Kienzle“) auch Ulrich Kienzle kennen. Spätestens da stand fest, Journalist ist einfach das richtige für mich!

 

Bernhard Schulz (2011 – 2014)

Von meiner Zeit auf dem Gymnasium ist mir kaum ein Zitat wortgetreu im Gedächtnis geblieben. Ausgenommen davon ist ein kleiner Satz. Er stand auf einer Karte, die mir meine Tutorin zum Abschied mit auf den Weg gab: „Es ist nicht so wichtig seine Grenzen  zu kennen, als sie zu erweitern.“ Nun – kein schlechtes Lebensmotto – dachte ich mir, als ich 2003 die wohlbekannten Grenzen des Spreewalds verließ.

Nach einem Jahr Aufenthalt in Rostock brachte mich der Zufall schließlich ins Elbflorenz. Ein Studium der Germanistik und Geschichte stand auf der To-do-Liste. Dort merkte ich schnell, dass ich noch andere Kanäle brauchte, um meinem Schreibdrang Genüge zu tun. So stolperte ich voll klassischen Bildungsidealismus in das erste Praktikum bei einer Tageszeitung. Wenig später gab es weitere redaktionelle Gehversuche bei einer Lokalredaktion der LR. Wie eine Gazette produziert wird, hatten mich bereits die mühsamen Stunden meines Nebenjobs in einer Druckerei gelehrt. All die gesammelten Erfahrungen führten letztlich zum Schluss: Lass’ nichts unversucht, um Redakteur zu werden!

Mit dem Magister in der Tasche ging’s zur Sächsischen Zeitung, wo ich als freier Journalist Dresden und Freital unsicher machte. Und ehe ich mich versah, klingelte das Telefon und ich saß im Medienhaus der RUNDSCHAU. Das Abenteuer Volontariat hat für mich im Spätsommer 2011 begonnen. Und zwar nicht irgendwo, sondern hier, in meiner Lausitzer Heimat.

 

Anja Guhlan (2011-2013)

In meiner Kindheit liebte ich die Benjamin-Blümchen-Serien. Aber nicht den Anja Guhlandickbäuchigen Elefanten mochte ich am meisten. Ich schloss Karla Kolumna – die rasende Reporterin – in mein Herz. Fortan wollte ich auch Geschichten recherchieren und schreiben. Im Jugendalter kam ich meinem Traum näher: Mit 18 Jahren habe ich ein Praktikum bei der Lausitzer Rundschau in der Lokalredaktion Spremberg begonnen. Seitdem bin ich im Journalismus hängengeblieben. Mit der Zeit interessierte ich mich auch für das Medium Internet. Da lag es auf der Hand, dass ich nach Darmstadt gehen werde, um dort Online-Journalismus zu studieren. Mit dem Diplom in der Tasche und dem nötigen Know-How arbeitete ich bis heute bei verschiedenen Medienunternehmen wie den Dresdener Neuesten Nachrichten, bei spiesser.de und bei news.de. Als freie Journalistin schrieb ich auch für die Yaez und für den Schulspiegel. Mein erstes Jahr als Volontärin bei der Lausitzer Rundschau verbrachte ich in der Lokalredaktion Weißwasser. Seit dem 1. Januar 2012 lerne ich meine zweite Station den Desk besser kennen. Besser kann das Jahr wohl nicht beginnen.

 

Alexander Dinger (2010 – 2012)

 Es war schön! Irgendein Schlaumeier hat ja gesagt, dass man da aufhören sollte. Verstehe ich nicht. Deswegen stehe ich zwar hier in der Hall of Fame, bin aber weiter bei der RUNDSCHAU. Nur eben als Redakteur. Erwachsen sozusagen. Finsterwalde, Elsterwerda, Regio-Desk, Lokal-Desk, Akademie für Publizistik in Hamburg, Recherche-Seminar in Saarbrücken. Cross-Media-Schulung in Berlin, Chefreporter – die Zeit war spannend und lehrreich. Geschichten, Menschen, Schicksale, Ereignisse – und wir schauen durchs Schlüsselloch, sind Beobachter, dürfen dabei sein. Dieser Beruf: Weltklasse.

 

Vivien Czepok (2010 – 2012)

In der Grundschule habe ich immer gesagt: ich werde Bäckerin. Als Schleckermäulchen habe ich es geliebt, meiner Mutti beim Backen zu „helfen“. Vor allem in der Weihnachtszeit, wenn es überall nach Plätzchen und Zimt gerochen hat. Als ich aber später groß genug war und mich endlich selbst am Herd austoben durfte, musste ich schnell kapitulieren. Mit meinen zwei linken Händen entkam der Backofen immer nur knapp einer Rauchvergiftung… Also habe ich meine Neugierde zum Beruf gemacht. Nach dem Studium der „Angewandten Medienwirtschaft“ mit Ausbildung zur Fernsehproduzentin auf Rügen (während dieser Zeit habe ich vieleBeiträge für den lokalen Fernsehsender„rügen campus“ produziert), arbeitete ich längere Zeitals Radio-Nachrichtensprecherin in Cottbus. Nach und nach fehlte mir aber die Herausforderung, Geschichten weiter auszubauen und mehr in die Tiefe zu gehen. Es folgte ein Fernsehpraktikum bei RTL in München, bis es mich letztlich Anfang Juni 2010 zur schreibenden Zunft zog. Seitdem kann ich mich in der lokalen Berichterstattung der Lausitzer Rundschau vollends ausleben, was auch unter www.lr-online.de, Stichwort ,Vivien Czepok’ nachzulesen ist.

 

Anna Müller-Heidelberg (2010 – 2012)

Nach dem Abitur in Hildesheim: Kolumbien. Ich arbeite mit Menschenrechts- und Straßenkinderorganisationen. Das Leben ist nicht schwarz/weiß, Kolumbien das beste Beispiel dafür. Deshalb entscheide ich mich für ein Studium der Rechtswissenschaften in Berlin und auf Kuba – vielleicht lässt sich einiges zum Positiven hin ändern? Auch auf Kuba erlebe ich ein schwieriges Beispiel von Idealen auf der einen und deren Umsetzung auf der anderen Seite. Trotzdem kann ich an meiner Motivation für Journalismus festhalten: „Ein leidenschaftlicher Journalist kann kaum einen Artikel schreiben, ohne im Unterbewußtsein die Wirklichkeit ändern zu wollen.“ (Rudolf Augstein) Nach zwei Jahren als Volontärin bei der LR gehe ich auf jetzt Reisen. Olé, adé!

 

Juliane Preiß (2010 – 2012)

Beim Sprechen verwechsele ich manchmal B und P. Das schiebe ich auf meinen regional bedingten Sprachdefekt.  Ich bin in Nordhessen geboren und aufgewachsen. Die Nordhessen verschlucken beim Sprechen gern mal ganze Silben. Deshalb ist das mit einer Radiokarriere auch nichts geworden. Das Schreiben liegt mir eher.

Nach diversen Praktika und Freien Mitarbeiten bei derHessischen/Niedersächsischen Allgemeinen, AVE Fernsehproduktion, NDR, Reeperbahn Festival oder dem DED Botswana bin ich jetzt in der Lausitz gelandet. Vieles hier erinnert mich irgendwie an Botswana. Es gibt wilde Tiere, die riesigen Äcker sind staubig wie die Kalahari und im Spreewald gibt es fast genauso viele Mücken wie im Okavango-Delta. Die Region ist für mich völliges Neuland. Ich entdecke hier jeden Tag was Neues und benehme mich manchmal wie ein Tourist: Wenn ich ein Storchennest sehe, gehe ich so doll in die Eisen, das hinter mir Fahrer mit Kennzeichen LDS, SPN oder OSL wildfluchend gestikulieren. Oder ich wende mitten in der Allee und fahre nochmal durch, einfach weil es so schön ist.

 

Jan Augustin (2010 – 2012)

Meinen Weg zur Lausitzer Rundschau habe ich über die Sportzeit gefunden. Die Sportzeit entstand aus einer Idee junger Menschen. Einmal pro Woche – immer dienstags – sollte im halbrheinischen Format über den Lausitzer Sport informiert werden. Dem 20-köpfigen Team gelang das auch und das mit mir als Redaktionsleiter. Bunte Geschichten mit frischem Layout und tollen Bildern genügen aber nicht in dieser turbulenten Medienwelt. Die Anzeigen wurden rarer, und die Verkaufserlöse waren sowieso zu gering. Das war das Ende der Sportzeit und für mich der Anfang bei der Rundschau vor zwei Jahren.

In den 31 Jahren zuvor bin ich in Berlin geboren und mit zehn nach Cottbus gekommen, habe die Schule zu Ende gebracht und mit dem Studium (Sportwissenschaft) in Potsdam begonnen, eine kleine Handelsfirma mitgegründet (im alten Haidemühl), das Studium beendet (Dipl. Sportökonom) und eine Sportagentur angemeldet.

 

Doreen Hotzan (2009 – 2011)                   

Als Kind hatte ich viele Berufswünsche. Von Krankenschwester über Tierärztin bis zur Rechtsanwaltsfachangestellten war alles dabei.Doch diese Vorstellungen zerschlugen sich recht schnell, als ich in der 9. Klasse mein Schülerpraktikum bei der Märkischen Oderzeitung in meiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) absolvierte. Seitdem stand meine Wahl fest: Ich wollte Journalistin werden. So folgten weitere Praktika bei verschiedenen Zeitungen sowie beim Hörfunk. Nach meinem Abitur 2002 in der Kleiststadt drückte ich die Schulbank in der Berufsschule. Denn ich wollte nicht sofort auf die Uni, sondern erst einmal einen Beruf erlernen und Geld verdienen. Mit meiner kaufmännischen Ausbildung schuf ich die Grundlage für mein Studium im beschaulichen sächsischen Mittweede. Im Studiengang Medienmanagement war ich mit noch einem Kommilitonen in unserem Jahrgang der Exot unter den Studenten, denn wir waren die einzigen Brandenburger. Das fiel vor allem vom Akzent her auf ;-). Mit dem Abschluss in der Tasche folgten weitere Praktika bei Hörfunk und verschiedenen Zeitungen und die Tätigkeit als freie Mitarbeiterin. Im September 2009 hat es mich als Volontärin zur RUNDSCHAU verschlagen. Von der Lausitz kannte ich bis dahin noch nicht allzu viel, doch als Volontärin habe ich die Gegend nach und nach entdeckt.

 

Mathias Klinkmüller (2009-2011)

Schwupps, da sind zwei Jahre schon wieder vorbei. Schöne Jahre. Lehrreiche Jahre. Habe im Lokalen Cottbus, Guben, Spremberg, Forst, Luckau, Lübben und Lübbenau kennengelernt. Das Tolle: Wenn ich jetzt durch diese Städte fahre, sehe ich nicht nur die Häuser, sondern im Kopfe auch Menschen hinter den einst anonymen Fassaden. Menschen, die etwas zu erzählen hatten. Etwas, das ich aufschrieb, das ich fotografierte, das ich in die Tasten tippte-etwas, das dafür sorgt, dass ich gern an diese Städte zurückdenke. Die Geschichten jenseits des Bürofensters werden mir fehlen. Mein Fazit: Lokalreporter-ein Traumjob für Menschen, die Menschen mögen.

 

Melanie Sonnenbrodt (2009-2011)

Goethes „Faust“ in der Schule. Ich glaube, damit hat alles angefangen. Dann kam Thomas Mann, Bertolt Brecht und Heinrich Heine. Die deutschen Klassiker zu lesen, hat mich während meines Germanistikstudiums total fasziniert. Gäbe es Bafög ein Leben lang, hätte ich sicher nichts anderes getan.

Irgendwann aber hatte ich doch genug vom Lesen … und bin schwupps-di-wupps bei der RUNDSCHAU in meiner Heimatstadt Senftenberg gelandet. Dass es von Berlin nun ausgerechnet wieder zurück aufs Land gehen würde, hat mich selbst ein bisschen geschockt. Dennoch war ich schnell fasziniert. Diesmal nicht von Persönlichkeiten wie Mann, Brecht und Heine, sondern den Menschen in der Lausitz. Denn ihre Geschichten liefern zuweilen genau den Stoff, aus dem die Klassiker gemacht sind. Man muss nur genau hinhorchen und die richtigen Fragen stellen. Und genau das lernte ich als Volontärin bei der LAUSITZER RUNDSCHAU.

 

Manuel Holscher (2008-2010)

Sport war schon immer seine Leidenschaft. Aktiv versuchte sich Manuel Holscher zunächst als Tennisspieler. Schon mit 15 merkte der gebürtige Bremer aber, dass es viel schöner ist, ins Weserstadion zu gehen und die Fußballspiele des SV Werder zu analysieren. Die Idee, Journalist zu werden, schlummerte schon lange in ihm. Bei der Schülerzeitung tobte er sich erstmals aus und verfasste Berichte. Nach Stationen bei Zeitungen in Bremen, Witzenhausen, Eschwege, Nürnberg und Berlin führte ihn sein Weg vor zwei Jahren in die Lausitz zur RUNDSCHAU. Die Ergebnisse seiner Arbeit findet ihr hier.

 

Michael Schulz (2008-2010)

“Journalist”, antwortete er, als ihn sein Politiklehrer in der 12. Klasse fragte, was er einmal werden wolle.  Warum er das sagte, daran kann sich Michael Schulz nicht mehr erinnern. Aber er hielt Wort und begann gleich ganz oben – als Herausgeber. Allerdings trennte sich seine Redaktion um die studentische Literaturzeitschrift “the0 030″ schon bald im Streit (Neid, Alkohol, Frauengeschichten). Somit musste er doch noch anfangen selbst zu schreiben. Zunächst als Praktikant bei “Bild”, “B.Z.”, “Tip” (Berliner Stadtmagazin) und “Der Pressesprecher” (PR-Fachmagazin), dann als Volontär bei der “Lausitzer Rundschau”. Was er dort veröffentlicht hat, lässt sich hier nachlesen.

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