Wir LR-Volos diskutieren derzeit eine Grundregel des Journalismus: Du sollst dich mit keiner Sache gemein machen. Das heißt, dass Journalisten objektiv und ausgewogen berichten, sich auf keine Seite schlagen. Wie weit dieser Grundsatz greift, darüber gehen in unseren Reihen die Meinungen auseinander.
Anlass ist der 15. Februar, an dem jährlich rechte Demonstranten durch Cottbus ziehen und an die Bombardierung Deutschlands durch die Alliierten erinnern. Juliane und ich möchten das Thema dieses Jahr im Vorhinein verstärkt bearbeiten. Glossen, Berichte, Kommentare für den Blog sind angedacht, außerdem Kurzfilme. Wieso sind im vergangenen Jahr gegen die etwa 300 rechten Querköppe nur gut 1000 Cottbuser auf die Straßen gegangen?
Manche Kollegen warnen: Macht euch nicht zum Sprachrohr, bleibt objektiv. Wir fragen: Darf eine Tageszeitung (bzw. wir als Volos der LR) in solchen Fragen nicht klar Stellung beziehen? Einige Kollegen sagen, es sei sowieso klar, dass wir gegen rechts sind. Wir fragen: Wie kann das klar sein, wenn wir es nicht deutlich aussprechen?
Darf ich mich als Journalistin nicht nur privat, sondern auch beruflich gegen Rechts aussprechen und das in meine Arbeit einbringen?








